Archive for September, 2009
Rechtzeitig zur diesjährigen IAA wurde der 700. Tesla an einen 24 Jahre alten Jurastudenten ausgeliefert. Das Elektroauto von dem Automobilhersteller Tesla kostet ca. 100 000 €. Wie der Student betont, trägt er den ökologischen Auswirkung Rechnung und möchte als gesellschaftlich verantwortungsvoller Verbraucher dieses Elektorauto kaufen. Tesla konnte bereits Kunden in der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Spanien, Schweden und Monaco von dem Elektroauto überzeugen. Als nächster Schritt der Internationalisierung wurde eine weiter Filiale in München eröffnet. Diese ist die erste regionale Service-und Verkaufs-Zentrale im kontinentalen Europa. Zudem stellte Tesla den S Premiere auf der IAA vor. Dies ist eine Elektro-Limousine mit Platz für sieben Insassen. Doch bis diese Art von Fahrzeugen auf dem freien Automarkt verfügbar sein wird, wird wohl noch einige Zeit vergehen.
Volvo möchte bis 2020 die durchschnittlichen Co2-Emissionen auf 90 bis 100 g/km senken. Doch ist das zu schaffen? Zwar sind die aktuellen Modelle sparsam, aber die hochgesteckten Ziele sind mit diesen Technologien kaum zu erreichen. Die zunehmende Umstellung auf Elektro wird bis 2014 rund 1,5 Milliarden kosten.
Einen besseren Zeitpunkt für solch ein ambitioniertes Programm wird es in den nächsten Jahren nicht geben. Zumindest was die öffentlich Meinung angeht. Das Unternehmen Volvo steht zum Verkauf. Doch sei die Entwicklung für die nächsten 10 Jahren unumstößlich.
2012 möchte Volvo mit dem Energieversorger Vattenfall den Nachfolger des Kombis V70 als Plug-in-Hybrid auf den Markt bringen. Mit diesem Modell soll der Verbrauch auf 1,9 Liter gedrückt werden. Dafür werden Lithium-Ionen-Batterien sorgen. Der Elektro Motor wird über 70 Pferdestärken, der Diesel über 205 PS verfügen.
Das alte Problem der E-Motoren bleibt: Wenig Ausdauer, geringe Beschleunigung. Man kann gespannt sein, was sich Volvo einfallen lässt.
Die Tunerschmiede Tuner Lorinser haben sich dem Flügeltürer SLS von Mercedes und zwei Konzeptstudien entworfen, welche die weltweite Automobilgemeinde in Erstaunen und Verzückung versetzte. Die Entwurfszeichnungen wurden speziell für die IAA entworfen.
Die beiden Entwürfe lassen in den Schlichten und den Extremen unterteilen.
Die extreme Variante wartet mit zahlreichen Carbonteilen und einer schwarzen Motorhaube auf. Bogenförmige Lufteinlässe sowie Doppelte Nebelscheinwerfer lassen die Herzen eines jeden Tuners höher schlagen. Edeltuning ist eben Edeltuning. Anstelle des Mercedes Sterns befindet auf dem Grill das Wappen von Lorinser.
Die schlichte Variante ist weniger protziger, dafür aber nicht weniger edel. Zentral prangt auf dem Grill der Stern. Der Schlichte orientiert sich eher an der klassischen Version des Mercedes SL.
Die Edelschmiede möchte nun die Reaktionen abwarten bis eine finale Version ausgewählt wird.
Trotz weltweiter Kriese erwies sich die diesjährige IAA als Publikumsmagnet. Insgesamt besuchten 850 000 Besucher die international Automobilausstellung. Angestrebt waren 750 000 Besucher. Auch hat sich der Fokus verändert. Dieses Jahr standen vor allem ökologische und nachhaltige Themen im Vordergrund des Interesses. Besonders wichtig ist vielen Herstellern Verantwortung zu übernehmen und der Umweltschutz. Und eins ist klar geworden: Das Zeitalter der Elektorautos hat begonnen. Viele Aussteller stellten serienreige Modelle und Studien vor. Und endlich haben auch deutsche Hersteller den Trend erkannt und reagiert. Sowohl Ersatzteile als auch komplett neue Modelle wurden ausgestellt.
Als Ausschlaggebenden Faktor für den Erfolg der diesjährigen IAA in Frankfurt werden die 100 Weltpremieren der Hersteller und die 87 Weltneuheiten der Zulieferer. In beiden genannten Bereichen stellen die deutschen Herstellter den größten Teil. So viele Innovationsfeuerwerke sind sonst selten zu erleben.
Nicht nur der Kauf von Autos geht zurück, sondern auch die Nutzung. Dafür nimmt die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu. Einer Studie zu Folge sank 2003 die Anzahl der mit dem Auto oder mit dem Motorrad zurückgelegten Kilomoter.
Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wurden 2007 883,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt. In den vergangenen Jahre waren es noch 869,6 Milliarden Kilometer.
Mit den sinkenden Kilometer einhergehen die steigende Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Durchschnittlich war jeder 2000 Kilometer mit Bus oder Bahn unterwegs. Etwa die Hälfte nutze die Eisenbahn, 40% wählten Busse und 10% entfielen auf Straßenbahnen.